March 10, 2016

Night Markets in Chiang Mai & die Sache mit dem Handeln

Eine Sache, die mir an Chiang Mai besonders gefallen hat, waren die vielen Märkte bzw. Nachtmärkte. Chiang Mai war unser vorletzter Stopp in Thailand und ich wollte unbedingt noch Souvenirs kaufen für Freunde, Familie und für mich natürlich auch ;). Die vielen Märkte der Stadt waren die perfekte Gelegenheit dafür.



Sunday Walking Street

Die Sunday Walking Street findet, wie der Name schon sagt, nur an Sonntagen statt. Der Platz vor dem Tha Phae Gate, sowie die dahinter liegende Rachadamnoen Road verwandeln sich Sonntag Abends in einen großen, wuseligen Nachtmarkt, den sowohl Einheimische wie auch Touristen gerne besuchen. Teilweise verlaufen sich die Stände auch in die kleinen Nebenstraßen der Rachadamnoen Road. Es gibt richtig viel zu sehen und noch mehr zu kaufen. Wie auf jedem Nachtmarkt, gibt es nicht nur Stände mit Krims Krams und Souvenirs, sondern auch jede Menge Essensstände. Frisch zubereitetes Streetfood in Thailand ist besser als jedes Restaurant Essen! Also wenn ihr vorhabt auf die Sunday Walking Street zu gehen, esst vorher nicht zu Abend! Schlemmt euch lieber durch die Streetfood Stände. Die Sunday Walking Street ist nicht nur eine super Gelegenheit zum Shoppen sondern auch ein echtes Erlebnis.




Chiang Mai Night Bazaar

Der Chiang Mai Night Market ist der Erste, den man findet wenn man nach Nachtmärkten sucht. Er ist noch mal um einiges größer als die Sunday Walking Street und findet sogar jeden Abend statt. Er erstreckt sich entlang der Chang Klan Road und in deren kleinen Nebenstraßen. Entlang der Straße gibt es auch Restaurants und Bars, manchmal sogar mit Live Musik. Auf dem Night Bazaar werden sogar Massagen angeboten und das tut bei dem vielen Gehen echt gut! Wir haben auch bemerkt, dass sich hier auch die handelsfreudigsten Verkäufer befinden.




Handeln in Thailand

In Bangkok lässt es sich einigermaßen gut Handeln, auf den Inseln so gut wie gar nicht, aber in Chiang Mai könnt ihr wirklich euer Handelsgeschick auf die Probe stellen. Da Chiang Mai noch nicht ganz so sehr von Touristen überlaufen wird wie beispielsweise Bangkok, wird euch auf den Märkten hier nicht einfach so ein Festpreis vor die Nase geknallt. Der Preis ist open for haggling! Ich bin leider unglaublich schlecht im Handeln, deswegen hat das mein Freund immer übernommen. Handeln ist in Thailand eine Tradition und es wird normalerweise als unfreundlich angesehen wenn man es nicht tut. Klar wird bei Touristen da ein Auge zugedrückt aber das heißt auch dass diese dann eben viel zu viel bezahlen wenn sie nicht einmal versuchen zu handeln. Handelsfreudige Verkäufer erkennt man daran, dass sie sofort ein Grinsen im Gesicht haben wenn man den gefragten Preis gleich mal um die Hälfte drückt! Dann erkennen sie dass sie einen würdigen Gegner haben und das Spiel beginnt. Es gibt natürlich auch Verkäufer die nicht ganz so freudig reagieren und die Touristen lieber den überteurten Preis zahlen lassen. Aber auch hier nicht aufgeben. Ein bisschen kann man den Preis immer drücken! Auch bei grantigen Verkäufern.

Faustregeln beim Handeln:
  • Nicht gleich zuuuu begeistert sein von der Ware, die ihr ins Auge gefasst habt! Wenn der Verkäufer das merkt, ist es schwerer den Preis zu drücken
  • Den Preis erst mal auf die Hälfte drücken! (500 baht -> 250 baht)
  • von der Hälfte aus können beide Seiten nun versuchen zu verhandeln
  • immer freundlich bleiben beim Handeln! Mit einem Lächeln kommt man weiter als mit böse gucken ;)
  • nicht unverschämt werden und den Preis zu tief drücken (immerhin leben die Händler davon)



Food Night Market am Tha Phae Gate


Da sich unsere Unterkunft in Chiang Mai in der Nähe des Tha Phae Gates befand, sind wir dort auch öfter mal vorbei gekommen und haben eines Abends unter der Woche einen Food Market auf dem Vorplatz bemerkt. Da wir Thaifood lieben, waren unsere Abendpläne damit sofort beschlossen! Und es war wirklich der Streetfood Himmel auf Erden! Wir haben uns an den Ständen durchgefuttert und alles probiert, was uns angelacht hat. Und das auch noch für so unglaublich wenig Geld. Für Unterhaltung war auch gesorgt mit einer kleinen Bühne, auf der Tanzgruppen und Sängerinnen aufgetreten sind. Der Food Market fand von da an jeden Abend statt, aber ich denke dass es eine Art Festival war (Ende Juni) und kein regelmäßig wiederkehrender Markt. Leider konnte mir Google dazu auch nichts sagen. Aber falls ihr in Chiang Mai im vorbeigehen oder -fahren einmal einen derartigen Markt sehen solltet, macht einen Stopp wenn ihr Zeit habt!



March 1, 2016

Spanisch Sprachkurs in Barcelona


Es ist schon eine halbe Ewigkeit her, dass eine Freundin und ich uns entschieden hatten, eine Sprachreise nach Barcelona zu machen. Wir lernten damals Spanisch als zweite Fremdsprache an unserer Berufsfachschule  und wollten unser Können noch weiter vertiefen. Außerdem hatten wir im Hinterkopf, dass man  bereits vor den Sommerferien von der Schule freigestellt wird, wenn man eine Bildungsreise machen möchte. I´m not gonna lie, das kam uns ganz recht ;). 

Wo wir beide hin wollten, war sehr schnell geklärt. Wir hatten zwar abgesehen von Barcelona auch noch Madrid und Malaga im Kopf, aber irgendwie zog es uns beide einfach mehr nach Barcelona.
Wir fragten damals unsere Lehrer welche Sprachenschule wir buchen sollten, denn es gibt viele in Barcelona. Sie verwiesen uns auf die Tandem Sprachschulen in Spanien, die in Barcelona eine Schule unter dem Namen Tandem Metrocultura Barcelona betreiben.

Preise

Wir entschieden uns für 2 Wochen Sprachkurs im Juli mit Unterkunft in einer spanischen Gastfamilie.

Sprachkurs: 280 € *
Unterkunft: 220 € *

Hinzu kommt natürlich noch der Hin- und Rückflug, der von München aus meistens so um die 100 € Kostet. Das kann man natürlich nicht pauschal sagen, denn es kommt auch darauf an wann ihr fliegt und von wo aus ihr fliegt. Man kann Flüge schon ab 60 - 70€ bekommen, manchmal zahlt man aber auch um die 120€. Klar, es gibt da auch noch die Billigairline Ryanair mit der man sicher richtig billo nach Barca kommt, aber ich persönlich bin kein Fan von Ryanair.^^

*Die angegebenen Preise sind die, die wir damals (2008) bezahlt haben und können von den heutigen Preisen der Sprachschule abweichen!


Unterkunft in einer Gastfamilie

Wir wurden bei einer sehr lieben, älteren Señora untergebracht. Sie hatte ein kleines Gästezimmer in ihrer noch kleineren Wohnung im ersten Stock. Küche und Bad durften wir natürlich auch mitbenutzen. Unsere Gastgeberin sprach kein Englisch und deswegen waren wir gezwungen unser Anfänger Spanisch auszupacken. Es war nicht immer einfach, denn sie war sehr kommunikativ und wir verstanden noch nicht ganz so viel. Aber das hat dann schon geklappt. Hier haben wir auch gelernt dass es in Spanien ganz normal ist, dass manchmal diverse Nachbarn einfach unangemeldet vorbei schauen und sich ins Wohnzimmer setzen um Fern zu sehen. Es kam öfter vor, dass jemand Fremdes auf dem Sofa saß und uns freundlich grüßte und wir uns nur gewundert haben, wer das jetzt schon wieder ist^^. Über unsere Anwesenheit hat sich keiner der Nachbarn gewundert. Die Spanier sind ein sehr aufgeschlossenes und soziales Völkchen.

Blick von unserem mini Balkon aus
Wenn das Leben in einer Gastfamilie nichts für euch ist, bietet die Sprachschule auch noch die Option euch in einer WG unterzubringen. Das bedeutet ihr lebt mit anderen Schülern der Sprachschule zusammen in einer Wohnung. Wir haben uns damals für die Gastfamilie entschieden weil es die günstigere Alternative war.





Der Sprachkurs

Zu Beginn des Sprachkurses muss man einen kleinen Einstufungstest schreiben. Anhand der Ergebnisse wird bestimmt in welchem Sprachniveau man sich befindet und wird dementsprechend in die Kurse eingeteilt. Es gibt 6 verschiedene Kurse von Anfänger bis Fortgeschrittene. 
Der Unterricht findet Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 12:15 Uhr statt. Um halb 11 hat man eine kleine Mittagspause, in der man sein erlerntes Spanisch gleich mal in der Bäckerei gegenüber testen kann, wenn man sich nicht schon selbst ein kleines Pausenbrot mitgenommen hat! Un bocadillo con queso por favor! Mein Standardsatz täglich um halb 11 ;).

Unser Kurs bestand aus 6 Teilnehmern und wir hatten abwechselnd zwei verschiedene Lehrerinnen. Der Unterricht ist in einer so kleinen Gruppe richtig interaktiv und jeder kommt ausgiebig zum Sprechen. Die Atmosphäre ist sehr locker und freundlich. So hat das Lernen auch Spaß gemacht! Wir haben auch Arbeitsblätter bereit gestellt bekommen und mussten ab und an auch mal Hausaufgaben machen. Aber die machen sich am allerbesten am Strand in der Sonne mit einem Caipi in der Hand ;). 

Schön war auch, dass wir uns mit den anderen jungen Leuten in unserer Gruppe so gut verstanden haben, dass wir uns dann auch außerhalb der Sprachschule getroffen haben. Meistens lagen wir alle zusammen am Strand oder haben Abends die Bars und Clubs unsicher gemacht. Eine gute Möglichkeit auch die Teilnehmer der anderen Kurse kennen zu lernen, ist die kulturelle Stadtführung, die die Sprachschule jeweils einmal wöchentlich organisiert. Man findet also auch ohne Probleme Anschluss wenn man sich entschließt den Sprachkurs allein zu machen.

Mit unserer Lehrerin Vanessa
Mein Fazit

Dadurch, dass die Lehrer eher wenig Englisch sprechen, wird man quasi ins kalte Wasser geworfen. Aber da wir keine blutigen Anfänger mehr waren, fand ich das richtig gut. Natürlich kann man sich auch auf Englisch verständigen wenn es um etwas wichtiges geht oder man Hilfe braucht, aber im Unterricht ist Spanisch die Hauptsprache. Und auch wenn man nur die Basics drauf hat, funktioniert das mit der Zeit immer besser. Mir hat der Kurs wirklich sehr gefallen und mein Spanisch ist während dieser Zeit auf jeden Fall flüssiger geworden. Ich wäre auch sehr gerne länger geblieben als nur zwei Wochen, aber das hat das Budget damals nicht zugelassen. Um die Sprache richtig zu vertiefen, würde ich eigentlich 4 Wochen Sprachkurs empfehlen. Sogar länger, wenn man es sich leisten kann.
Ich war bereits nach 2 Wochen so drin im Spanisch sprechen, dass ich zuhause in Deutschland an der Supermarktkasse aus reiner Gewohnheit "Vale, Gracias!" gesagt habe anstatt Danke.^^


Also dann, hasta luego!


Habt ihr Erfahrungen mit Sprachkursen im Ausland?
Schreibts mir gerne in den Kommentaren.